Rote Grütze, Nordsee, Amrum

Rote Grütze, Nordsee, Amrum

​Während des Corona-Lockdowns ritten wir auf unserem Bügelbrett auf den hohen Wellen unserer Badewanne, reisten virtuell nach Schweden, Mexiko und Kuba und verbrachten einen Nachmittag an der Cote d’Azur bevor wir mit dem Schiff nach Israel übersetzten. Eigentlich gar nicht schlecht fürs Jahr 2020, nicht wahr? Und alle Reisen auch noch ohne unseren ökologischen Fußabdruck zu belasten!

Nun können wir ja zum Glück wieder einige Dinge im realen Leben unternehmen, zwar mit Einschränkungen, aber immerhin.

Ich habe euch daher heute die Dinge aufgelistet, die ich gerne im Sommer hier in München mache:

Zu einem Punkt meiner Liste möchte ich ein bisschen mehr eingehen, und zwar zur Roten Grütze. Die Liebe zur Roten Grütze besteht bereits seit meiner Kindheit und geht einher mit meiner langen Liebe für den Norden Europas, in diesem Fall speziell für die Nordsee. Während meiner Kindheit verbrachte meine Familie alle 2 Jahre die Sommerferien auf der wunderschönen nordfriesischen Insel Amrum. Mit Sack und Pack (Strandutensilien, Puppen, Bettzeug, Kleider, Essen usw.) ging es mit dem vollgestopften Auto von Südwest-Deutschland an die Küste. Meine Schwestern und ich waren zum Glück in dieser Beziehung pflegeleicht und haben auf langen Fahrten immer sehr viel geschlafen und unsere Eltern in Ruhe Auto fahren lassen.

In Dagebüll am Fähranleger angekommen waren wir dann Alle sehr glücklich. Die salzige Luft in der Nase, das Schreien der Möwen, die einfahrende Fähre, was gab es Schöneres und Aufregenderes, vor allem für uns Kinder.

Solltet ihr noch nie auf einer Nordseeinsel gewesen sein, holt das auf jeden Fall mal nach (es gibt seit Kurzem sogar einige direkte Zugverbindungen aus Süddeutschland an die Küste). Vor allem der Strand auf Amrum ist ein Traum; kilometerbreit mit weißem und feinem Sand wie ich ihn bisher sonst nur in der Karibik gesehen habe.

Natürlich faszinierte uns Kinder das Wattenmeer und wie das mit Ebbe und Flut funktioniert. Außerdem der Leuchtturm, die Windmühle, die Robben und generell die ganzen Tiere auf der Insel, wie z.B. Möwen, Krebse, Wattwürmer usw.

Strand bei Süddorf (Insel Amrum)

Kniepsand, Insel Amrum

Möwe

Fähre, Dagebüll

Ich denke, es ist dem eher schlechten Wetter in der kalten Jahreszeit geschuldet, dass man sich auf diesen friesischen Inseln so gut mit süßen Leckereien verwöhnen lassen kann. Es wird gerne Tee mit Kandiszucker und Sahne getrunken. Oder falls man sich aufwärmen muss ein Tee mit Rum (Grog) oder ein Pharisäer, bei dem der Kaffee mit Rum durch eine Schlagsahnehaube bedeckt wird. Dazu gibt es dann Sandgebäck, Waffeln oder eine Friesentorte (vielleicht stell ich euch die ein anderes Mal vor…).

Und hauptsächlich im Sommer kann man sich eben eine Rote Grütze mit Milch oder Sahne schmecken lassen. Eigentlich ist es auch ein ganz guter Mittagessen-Ersatz am Wochenende. Ich persönlich halte übrigens nichts von diesen Grützen, bei denen die Beeren fast nicht gekocht werde. Das ist bestimmt besser für den Erhalt der Vitamine, für mich muss die Rote Grütze allerdings genauso sein, wie sie damals auf Amrum war.

Ich wünsche euch ein gutes Gelingen beim Ausprobieren meines Rezepts und weiterhin einen schönen Sommer!

Tequila Cocktail, Wassermelone, Bloggeburtstag

Tequila Cocktail, Wassermelone, Bloggeburtstag

Mein Blog wird heute 1 Jahr alt! Bevor aber mit einem erfrischenden „Tequila Cocktail mit Wassermelone und Vanille-Salzrand“ gefeiert wird, möchte ich kurz noch etwas zum vergangenen Jahr und zum Bloggen generell sagen.

Mein Blog (ich habe für mich entschieden „der Blog“ zu sagen und nicht „das Blog“, beides ist richtig!) beansprucht viel meiner Freizeit. Der eine oder andere wird sich bestimmt fragen, warum ich mir das „antue“. Die Antwort ist allerdings ganz einfach: Weil mir das Bloggen sehr viel Spaß macht. Es ist genau die richtige Mischung aus Backen, Fotografieren, Schreiben und technischen Dingen (EDV usw.). Und was es vielleicht noch ganz besonders macht, ist die Tatsache, dass man sein eigener Chef ist. Man kann die Themen bestimmen, die Zeitpunkte, die Texte so schreiben wie man sie möchte und die Fotos auswählen, die einem persönlich am besten gefallen.

Mir gefällt außerdem die ganze Bloggerkultur und ich tummele mich auf vielen anderen Blogs, da ich toll finde, was andere so auf die Beine stellen. Es ist eigentlich unglaublich, was es da alles zu bestaunen gibt. Vor kurzem las ich mal auf einem anderen Blog, dass die Bloggerin sehr gerne nach Rezepten von anderen Blogs backt, da man dort bekommt, was man sieht. Da ist so viel Wahrheit in diesem Satz. Wie viele Rezepte in Backbüchern sind nicht zur probe gebacken und stimmen hinten und vorne nicht. Ein Food-Blogger veröffentlicht das, was er selbst gebacken, gekocht hat. Sogar manchmal auch, wenn es regelrecht schief ging. Er gibt dann Tipps, wie man es selbst besser machen kann. Es werden Rezepte auch mal mehrmals ausprobiert, bis das Rezept problemlos nach zu backen ist. Ich kann davon zum Beispiel bei meinem Kirschguglhupf ein Lied singen. Beim ersten Versuch blieb leider der obere Teil des Kuchens in der Form hängen.

Leider wird uns Bloggern seit der europäischen Datenschutzverordnung viele Steine in den Weg gelegt. Selbst mit einem werbefreien Blog wie meinem, muss man sich an viele Vorgaben halten. Und wenn man etwas nicht beachtet, kann man anwaltlich abgemahnt werden.

Es gab einige Blogger, die ihre Blogs stillgelegt haben, da sie sich nicht in der Lage sahen, all diesen Bestimmungen zu entsprechen. Manchmal ist das dann leider auch eine monetäre Frage, da diese Absicherungen einfach Geld kosten.

Mein Wunsch an unsere Politiker wäre (sollte hier zufällig einer mitlesen), das Bloggen wieder rechtlich einfacher zu machen und so diese Kultur wertzuschätzen. Es ist auch im internationalen Vergleich einfach ungerecht. Ein Blogger, der seinen Blog in Amerika betreibt, muss nicht einmal eine Adresse angegeben, geschweige denn ein Impressum erstellen.

Ich wollte euch eigentlich noch einen Ausblick in die Zukunft aufzeigen, aber wahrscheinlich haben einige von euch, bereits das Handtuch geworfen (oder eher geschnappt) und sind auf dem Weg in den Biergarten oder ins Freibad. Kann ich natürlich verstehen. Vielleicht nur noch kurz: Ich habe für den Herbst und Winter viele Ideen rund um meinen Blog. Der Winter ist ja die perfekte Zeit für Teige, die man kalt verarbeiten muss wie z. B. Blätter- oder Briocheteig. Ich möchte aber auch ein bisschen in das Thema Konfekt eintauchen, da ich mir vor kurzem einen Marmorstein gekauft habe. Konkrete Ideen habe ich dazu allerdings noch nicht. Lassen wir uns also gemeinsam überraschen… 😉

Das Thema Beleuchtung im Winter (wenn ich nicht auf dem Balkon fotografieren kann) steht auf der Agenda, ein richtiges Logo hat mein Blog auch noch nicht und außerdem möchte ich an meinem Design arbeiten. Vor allem die Lesbarkeit meines Blogs ist mir wichtig und da ist leider noch viel zu tun.

Nun aber endlich zum Feiern und zum Tequila Cocktail. Ich habe mal in jungen Jahren dem Konsum von Tequila abgeschworen, nachdem ich ein paar schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Okay, das hatte bestimmt eher mit der Menge und Qualität zu tun, aber irgendwie war das dann ein Teufelszeug für mich und damit für viele Jahre erledigt.

Letztes Jahr war ich dann in Berlin mit meinem Mann bei einem Mexikaner essen und habe mich an eine Margarita getraut und war sehr angetan von diesem Tequila Cocktail.

Vielleicht als kleiner Tipp, damit ihr eure Freude mit diesem Drink haben werdet. Einfach in Maßen genießen und achtet darauf, einen guten Tequila zu besorgen. Er sollte aus 100 % Agaven bestehen, bei den anderen wird z. B. Mais mit reingepanscht und das geht dann immer zulasten der Qualität und erzeugt Kopfschmerzen am nächsten Tag. Alternativ kann man übrigens für diesen Drink auch Gin oder Wodka benutzen. 

Ich finde diese Mischung – vor allem mit dem Vanille-Salzrand – auf jeden Fall sehr spannend und es versetzt einen direkt in die Südstaaten der USA oder nach Südamerika.

Habt weiterhin einen schönen Sommer und „Cheers“ oder „Salud“ auf ein weiteres Blog-Jahr!

Tequila Cocktail mit Wassermelone und Salzrand

  1. Zutaten vorbereiten

Clafoutis, Birnen, Brombeeren

Clafoutis, Birnen, Brombeeren

Ich bin ja ein Fan von schönen Namen. Begeistern kann ich mich vor allem für schöne Straßennamen und ich beneide sogar Leute, die in Straßen mit schönen Namen wohnen. Könnt ihr euch das vorstellen? Ganz besonders toll finde ich es, wenn der Familienname zum Straßennamen passt. So gibt es z. B. in München ein Geschäft mit dem Namen Pfefferle, das sich in der Gewürzmühlstraße befindet. Das ist doch genial, oder? Habt ihr auch so einen Tick?

Nun habe ich also in einer französischen Zeitschrift ein Rezept mit dem Namen Clafoutis gefunden. Man spricht das Kla-fu-ti, für die, die kein französisch sprechen. Ist das kein lustiger Name? Die Fotos zu dem Clafoutis fand ich allerdings langweilig, ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese Art süßer Auflauf etwas Besonderes sein sollte. Nachdem ich dann allerdings trotzdem das Rezept (zusammen mit Kirschen) zum ersten Mal ausprobiert habe, wurde ich eines Besseren belehrt. Ich habe das Rezept dann nach meinem Geschmack etwas verändert und nun finde ich es wirklich perfekt. Ich bin der Meinung, dass man bei einem Clafoutis an keiner Zutat sparen sollte. Es ist so ein einfaches Gericht und daher kommt es wirklich auf die Qualität der Zutaten an.

 

Ein Clafoutis – aber probiert es einfach aus, es ist wirklich ganz einfach – schmeckt nach Frucht mit einem etwas festeren butterigen Crêpes-Teig. Die Kombination mit den Birnen und Brombeeren ist einfach perfekt, aber auch mit anderen Früchten schmeckt es superb. Bei der Verwendung von Kirschen empfehle ich, sie nicht zu entsteinen, da sonst das Clafoutis verwässert werden würde.

Solltet ihr also nach einem einfachen und gut vorzubereiteten Dessert z. B. zum nächsten Grillfest suchen, kann ich euch das Rezept nur ans Herz legen. Ich würde das Clafoutis dann morgens zubereiten, damit es bis abends abkühlen kann. Ich empfehle es bei Zimmertemperatur (mir schmeckt es allerdings auch kalt aus dem Kühlschrank), mit ein bisschen Puderzucker bestäubt, zu servieren. Schön ist es auch, wenn man es noch mit ein paar Blüten dekoriert. Mehr braucht es nicht, um sich selbst und seine Gäste an einem lauen Sommerabend glücklich zu machen. Findet ihr nicht auch? Probiert es aus und lasst es mich gerne wissen!

 

Clafoutis mit Birnen und Brombeeren

für ca. 6 – 8 Portionen (eine runde Form von ca. 28 cm Durchmesser)

  • 350 g Birnen
  • 125 g Brombeeren
  • 250 g Milch (oder auch Mandelmilch)
  • 200 g Sahne (oder auch Hafersahne)
  • 3 Eier (Gr. L)
  • 1 Eigelb
  • 90 g Weizenmehl (450er oder ein Ersatzmehl wie z. B. Kokosmehl, wenn es glutenfrei sein soll)
  • 20 g Butter
  • 110 g Zucker
  • 20 g Vanillezucker
  • 2 – 3 EL Rhum (für Kinder mit Milch ersetzen)
  • Prise Salz
  • 1 Teelöffel Zimt
  • Butter für die Form
  • Puderzucker zum Bestäuben
  1. Eier mit der Milch und der Sahne leicht aufschlagen. 20 g Butter schmelzen und dazu fügen. Restliche Zutaten beigeben und vermengen.
  2. Teig ca. 20 min. quellen lassen.
  3. Butter für die Form leicht erwärmen und Form damit einfetten.
  4. Backofen auf 180 ° C Ober- und Unterhitze vorheizen.
  5. Birnen und Brombeeren waschen. Birnen schälen und vom Kernhaus befreien und in flache Stücke schneiden.
  6. Obst in die Form geben. Teig darüber geben. Ca. 40 Minuten backen (Bis die Birnen weich sind!).
  7. Clafoutis abkühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und servieren.

Italienischer Obstsalat, Macedonia di frutta, Biscotti

Italienischer Obstsalat, Macedonia di frutta, Biscotti

Ich vermisse Italien. Daher musste mich letztes Wochenende ein italienischer Obstsalat (eine Macedonia di frutta) ein bisschen trösten. Dazu habe ich uns noch ein paar Biscotti gebacken und dann war die Welt wieder in Ordnung. Die Mandel-Biscotti sind mit Zitronenschale aromatisiert und innen zäh und außen knusprig. Ich finde sie perfekt zu meinem italienischen Obstsalat.

 

Meine Verbindung zum Süden Italiens erzähle ich euch gerne in einer kleinen Geschichte: 

Vor vielen Jahren machte ich eine Weiterbildung im Kunsthandwerk (ich habe ursprünglich eine Ausbildung zur Buchbinderin gemacht). Zum Abschluss der Weiterbildung fuhren wir mit einem unserer Dozenten nach Italien, genauer gesagt nach Apulien. Schon allein die Reise war ein Abenteuer. Wir waren ca. 17 Stunden mit verschiedenen Zügen unterwegs. Das wäre ja irgendwie noch lustig gewesen, ich bin ja sowieso ein großer Fan von Zugreisen. Allerdings hatten wir bei unserer Planung nicht daran gedacht, dass zu diesem Zeitpunkt (es war um den 15. August herum) alle Italiener sich Richtung Meer bewegen, um Ferragosto außerhalb der heißen, stickigen Städte zu feiern.

Der Aufenthalt in diesem alten apulischen Gehöft war einfach ein Traum. Wir übernachteten immer zu zweit in einem der kleinen Trullis. Vielleicht kennt ihr ja die kleinen Zipfelmützen-Häuschen, die typisch für diese Region sind.

Der Tag fing meistens mit einer kurzen Autofahrt ans Meer an. Auf dem Weg machten wir natürlich in einer Bar halt, um ein kleines Frühstück oder zumindest einen Kaffee zu uns zu nehmen. Auf dem Rückweg wurden dann oft noch frische Lebensmittel für unsere Selbstversorgung eingekauft. Diese Einkäufe – und vor allem was wir dann daraus zauberten – waren für mich bereits die ganze Reise wert.

Abends saßen wir dann draußen an einem großen, überdachten Tisch zusammen und ließen es uns bei italienischen Leckereien und Wein gut gehen. Überrascht lauschten wir den Geschichten unseres Dozenten (dem mit ein paar Freuden zusammen dieses Gehöft gehörte) über Schutzgeldzahlungen, Zigarettenschmuggel und sonstigen Gepflogenheiten dieser Region.

Natürlich haben wir uns auch künstlerisch betätigt, darum waren wir ja eigentlich hier. Es gab verschiedene Ateliers und wir waren alle Handwerker aus verschiedenen Berufen. Wir konnten uns also gegenseitig unterstützen, wenn jemand etwas Neues ausprobieren wollte. Ich habe mich dort intensiv mit Holzdrucken beschäftigt, es hätte aber auch die Möglichkeit zum Malen, Zeichen, Bildhauen, Arbeiten mit Holz usw. gegeben. Ich amüsiere mich immer noch über einen kleinen Buchbinde-Workshop, den ich bei einem kräftigen Scirocco-Wind im Freien abgehalten habe.
Dort ist mir dieser italienische Obstsalat (eine Macedonia di frutta) zum ersten Mal begegnet und ich mache ihn seitdem regelmäßig, wenn wir eine sommerliche Erfrischung brauchen. Eine Nacht im Kühlschrank und er ist einfach perfekt als Nachtisch oder auch als Ersatz fürs sonntägliche Mittagessen. Das besondere an diesem Obstsalat ist die Verwendung von Zitronenverbene (gehört zur Familie des Eisenkrauts), die dem Ganzen eine unglaubliche Frische verleiht. Zitronenverbene gibt es als Topfpflanze für den Garten oder Balkon zu kaufen (sie ist leider nicht winterhart!). Man bekommt sie auch getrocknet im gut sortierten Teegeschäft.
 

Italienischer Obstsalat (Macedonia di frutta) für 2 – 3 Personen

  • 2 – 3 Bio-Bananen
  • 2 Nektarinen
  • 1 Birne
  • 150 g Erdbeeren
  • 150 g Trauben
  • 60 g Brombeeren
  • 1 Sharon- oder Persimon-Frucht
  • 1 – 2 Zitrone/n (Saft)
  • 50 g Honig
  • 3 EL Limoncello
  • 2 – 3 EL Zitronenverbene, frisch oder getrocknet
  1. Zutaten vorbereiten

  2. Aus 2/3 des Zitronensafts, dem Honig und dem Limoncello ein Sirup herstellen. Die klein gehackte Zitronenverbene zugeben.

  3. Bananen schälen, kleinschneiden und mit Zitronensaft beträufeln.

  4. Birnen kleinschneiden und mit Zitronensaft beträufeln

  5. Restliches Obst kleinschneiden (gegebenenfalls Kerne entfernen) und in eine Schüssel geben. Bananen, Birnen dazu geben.

  6. Sirup über das Obst geben und alles gut vermischen.

  7. Über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

  8. Mit den Biscottis und eventuell Sahne oder Vanillesoße genießen.

Mandel-Biscotti ca. 60 – 70 Stück

  • 200 g geröstete Mandeln
  • 200 g Zucker, aufgeteilt
  • 30 g Weizenmehl 550er
  • 4 g Weinsteinbackpulver
  • 1 Bio-Zitrone (die Schale davon verwenden!)
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Vanilleschote (ausgeschabt)
  • 140 g Eiweiß (von ca. 2 großen Eiern)
  • 130 g Puderzucker
  1. Zutaten vorbereiten und abwiegen.

  2. Mandeln in einer Pfanne leicht anrösten.

  3. Wenn die Mandeln vollständig abgekühlt sind, zusammen mit 150 g Zucker, dem Mehl, dem Backpulver, der Zitronenschale, dem Vanillemark und dem Salz in einen Food Processor geben. Ich besitze leider nur einen kleinen, sodass ich die Menge auf 2 mal zerkleinert habe.

    In kurzen Etappen die Mischung so lange zerkleinern bis die Mischung wie Sand aussieht. Nicht zu lange, da sonst Mandelcreme entsteht.

  4. Das Eiweiß in einer Küchenmaschine mit Schneebesenaufsatz (oder mit dem Handmixer) bei mittlerer Geschwindigkeit schlagen. Wenn das Weiß schaumig aussieht, erhöhe die Geschwindigkeit und streue die restlichen 50 g Zucker allmählich ein. Es sollte ungefähr 30 – 45 Sekunden dauern, bis der Zucker zugegeben ist, also nicht beeilen. Schlage dann weiter mit hoher Geschwindigkeit bis das Eiweiß dicht und glänzend ist und "Spitzen" entstehen.

  5. Die Nussmischung vorsichtig unter das Eiweiß heben. Den Teig dann für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

  6. Wenn der Teig abgekühlt ist, gebe den Puderzucker in einen großen Teller. Forme mit Hilfe eines Esslöffels Teigkugeln in der Größe einer Walnuss. Lass die "Kugel" in den Puderzucker fallen und rollen ihn herum, bis sie mit Zucker überzogen ist. Kugeln auf einen Teller oder ein kleines Blech setzen und am Besten in den Gefrierschrank stellen. Da sollten sie mindestens 30 Minuten bleiben. Das erleichtert die anschließende Prozedur. Hat man nicht genug Platz im Gefrierschrank, reicht es auch, wenn man sie in den Kühlschrank stellt.

    Man kann die Kugeln auch für eine spätere Verwendung einfrieren. Dazu dann die vorgefrorenen Kugeln nach ca. 1 Stunde in einen Gefrierbeutel stecken. Man backt sie dann unaufgetaut zu einem späteren Zeitpunkt.

  7. Backofen auf 150 ° C (Umluft) vorheizen.

  8. Die angefrorenen Kugeln erneut in Puderzucker rollen. Lege sie dann auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Backblech. Abstand halten, da die Biscotti ein bisschen aufgehen werden.

    Schneide dann mit einem scharfen Messer ein flaches "X" auf die Oberseite jedes Kekses. Dies verleiht diesen Biscottis ihre knusprige, zerklüftete Oberfläche. 15 – 20 Minuten backen, wenn sie nur im Kühlschrank waren. Backe sie 18 – 20 Minuten lang, wenn sie vollständig gefroren waren.

  9. Wenn die Kekse fertig sind, lasse sie ca. 5 – 10 Minuten auf dem Blech abkühlen. Lege sie dann zum vollständigen abkühlen auf ein Gitter. Die Biscotti werden in einer luftdichten Dose aufbewahrt.

 

Die Rückreise war dann erneut abenteuerlich, da wir in den Ateliers viel gearbeitet hatten. Die Züge waren wieder ziemlich voll, die Italiener ignorierten unsere Platzreservierungen und wir mussten uns mit Keilrahmen, Papierrollen und sonstigen Exponaten irgendwie durchkämpfen. Zum Glück waren die Schaffner sehr hilfsbereit und ließen umgehend unsere reservierten Abteile räumen.

Braun gebrannt und überglücklich kamen wir dann wieder in München am Hauptbahnhof an. Trotz widriger Bedingungen auf der Fahrt, möchte ich diese Erfahrung auf keinen Fall missen. Es war einer meiner schönsten Aufenthalte in Italien.

Mittsommer Schweden, Jordgubbtårta, Erdbeertorte

Mittsommer Schweden, Jordgubbtårta, Erdbeertorte

​Der Traum von mir und meinem Mann war es dieses Jahr zu Mittsommer in Schweden zu sein. Die Idee war, zuerst nach Schweden zu fahren und dort Mittsommer zu feiern und dann mit der Fähre (vielleicht mit ein paar Zwischenstopps auf den Schäreninseln zwischen beiden Ländern) nach Finnland überzusetzen, um endlich mal die finnische Saunakultur kennen zu lernen. Saunieren ist ja nach Backen, Tanzen und Reisen eine meiner großen Leidenschaften.

Nun ist uns also dieses Corona-Virus dazwischen gekommen und wir können nur in unserer Phantasie nach Skandinavien reisen. Da es mir eigentlich nie an Phantasie fehlt, habe ich das dann natürlich auch gleich in die Tat umgesetzt und ein vorgezogenes Mittsommer-Fest auf unserem Balkon inszeniert. Eigentlich wird Mittsommer in Schweden dieses Jahr erst am 19. Juni gefeiert (der Feiertag fällt in Schweden immer auf den Samstag zwischen dem 20. und 26. Juni), das hat mich allerdings nicht von meinem Plan abgehalten

Was natürlich bei keinem Mittsommer-Fest in Schweden fehlen darf ist die Jordgubbtårta, eine Erdbeertorte. Ich habe eine eigene Version mit einem zitronigen Biskuit kreiert und wir waren alle sehr zufrieden damit.

 

Ich habe mir, um in Stimmung zu kommen, Bilder meines letzten Schweden-Urlaubs rausgesucht, der leider bereits 8 Jahre her ist. Hier eine kleine Impression:

Ein kleiner Badesee in Mittelschweden

Da möchte man sich doch sofort in den Zug, Auto, Flugzeug setzen und dorthin fahren, oder?

Ich habe die große Hoffnung, nächstes Jahr endlich einmal Mittsommer in Schweden feiern zu können und meine Freundin M. nach vielen Jahren wieder zu sehen. Ich berichtete ja bereits letzten Dezember darüber, dass ich einige Jahre mit einer Schwedin zusammen in einer Wohngemeinschaft gewohnt habe.

Erdbeer-Torte

Falls ihr am 19. Juni 2020 selber eine Mittsommer-Party feiern wollt, könnt ihr euch über diesen Link mit diversen Mittsommer-Festen verbinden:

Ich freue mich über euer Feedback, ob ihr ebenfalls ins Schweden-Fieber gekommen seid und vielleicht ein eigenes Mittsommer-Fest gefeiert habt.

Bis hoffentlich bald und bleibt weiterhin gesund!