Rote Grütze, Nordsee, Amrum

Rote Grütze, Nordsee, Amrum

​Während des Corona-Lockdowns ritten wir auf unserem Bügelbrett auf den hohen Wellen unserer Badewanne, reisten virtuell nach Schweden, Mexiko und Kuba und verbrachten einen Nachmittag an der Cote d’Azur bevor wir mit dem Schiff nach Israel übersetzten. Eigentlich gar nicht schlecht fürs Jahr 2020, nicht wahr? Und alle Reisen auch noch ohne unseren ökologischen Fußabdruck zu belasten!

Nun können wir ja zum Glück wieder einige Dinge im realen Leben unternehmen, zwar mit Einschränkungen, aber immerhin.

Ich habe euch daher heute die Dinge aufgelistet, die ich gerne im Sommer hier in München mache:

Zu einem Punkt meiner Liste möchte ich ein bisschen mehr eingehen, und zwar zur Roten Grütze. Die Liebe zur Roten Grütze besteht bereits seit meiner Kindheit und geht einher mit meiner langen Liebe für den Norden Europas, in diesem Fall speziell für die Nordsee. Während meiner Kindheit verbrachte meine Familie alle 2 Jahre die Sommerferien auf der wunderschönen nordfriesischen Insel Amrum. Mit Sack und Pack (Strandutensilien, Puppen, Bettzeug, Kleider, Essen usw.) ging es mit dem vollgestopften Auto von Südwest-Deutschland an die Küste. Meine Schwestern und ich waren zum Glück in dieser Beziehung pflegeleicht und haben auf langen Fahrten immer sehr viel geschlafen und unsere Eltern in Ruhe Auto fahren lassen.

In Dagebüll am Fähranleger angekommen waren wir dann Alle sehr glücklich. Die salzige Luft in der Nase, das Schreien der Möwen, die einfahrende Fähre, was gab es Schöneres und Aufregenderes, vor allem für uns Kinder.

Solltet ihr noch nie auf einer Nordseeinsel gewesen sein, holt das auf jeden Fall mal nach (es gibt seit Kurzem sogar einige direkte Zugverbindungen aus Süddeutschland an die Küste). Vor allem der Strand auf Amrum ist ein Traum; kilometerbreit mit weißem und feinem Sand wie ich ihn bisher sonst nur in der Karibik gesehen habe.

Natürlich faszinierte uns Kinder das Wattenmeer und wie das mit Ebbe und Flut funktioniert. Außerdem der Leuchtturm, die Windmühle, die Robben und generell die ganzen Tiere auf der Insel, wie z.B. Möwen, Krebse, Wattwürmer usw.

Strand bei Süddorf (Insel Amrum)

Kniepsand, Insel Amrum

Möwe

Fähre, Dagebüll

Ich denke, es ist dem eher schlechten Wetter in der kalten Jahreszeit geschuldet, dass man sich auf diesen friesischen Inseln so gut mit süßen Leckereien verwöhnen lassen kann. Es wird gerne Tee mit Kandiszucker und Sahne getrunken. Oder falls man sich aufwärmen muss ein Tee mit Rum (Grog) oder ein Pharisäer, bei dem der Kaffee mit Rum durch eine Schlagsahnehaube bedeckt wird. Dazu gibt es dann Sandgebäck, Waffeln oder eine Friesentorte (vielleicht stell ich euch die ein anderes Mal vor…).

Und hauptsächlich im Sommer kann man sich eben eine Rote Grütze mit Milch oder Sahne schmecken lassen. Eigentlich ist es auch ein ganz guter Mittagessen-Ersatz am Wochenende. Ich persönlich halte übrigens nichts von diesen Grützen, bei denen die Beeren fast nicht gekocht werde. Das ist bestimmt besser für den Erhalt der Vitamine, für mich muss die Rote Grütze allerdings genauso sein, wie sie damals auf Amrum war.

Ich wünsche euch ein gutes Gelingen beim Ausprobieren meines Rezepts und weiterhin einen schönen Sommer!

Tequila Cocktail, Wassermelone, Bloggeburtstag

Tequila Cocktail, Wassermelone, Bloggeburtstag

Mein Blog wird heute 1 Jahr alt! Bevor aber mit einem erfrischenden „Tequila Cocktail mit Wassermelone und Vanille-Salzrand“ gefeiert wird, möchte ich kurz noch etwas zum vergangenen Jahr und zum Bloggen generell sagen.

Mein Blog (ich habe für mich entschieden „der Blog“ zu sagen und nicht „das Blog“, beides ist richtig!) beansprucht viel meiner Freizeit. Der eine oder andere wird sich bestimmt fragen, warum ich mir das „antue“. Die Antwort ist allerdings ganz einfach: Weil mir das Bloggen sehr viel Spaß macht. Es ist genau die richtige Mischung aus Backen, Fotografieren, Schreiben und technischen Dingen (EDV usw.). Und was es vielleicht noch ganz besonders macht, ist die Tatsache, dass man sein eigener Chef ist. Man kann die Themen bestimmen, die Zeitpunkte, die Texte so schreiben wie man sie möchte und die Fotos auswählen, die einem persönlich am besten gefallen.

Mir gefällt außerdem die ganze Bloggerkultur und ich tummele mich auf vielen anderen Blogs, da ich toll finde, was andere so auf die Beine stellen. Es ist eigentlich unglaublich, was es da alles zu bestaunen gibt. Vor kurzem las ich mal auf einem anderen Blog, dass die Bloggerin sehr gerne nach Rezepten von anderen Blogs backt, da man dort bekommt, was man sieht. Da ist so viel Wahrheit in diesem Satz. Wie viele Rezepte in Backbüchern sind nicht zur probe gebacken und stimmen hinten und vorne nicht. Ein Food-Blogger veröffentlicht das, was er selbst gebacken, gekocht hat. Sogar manchmal auch, wenn es regelrecht schief ging. Er gibt dann Tipps, wie man es selbst besser machen kann. Es werden Rezepte auch mal mehrmals ausprobiert, bis das Rezept problemlos nach zu backen ist. Ich kann davon zum Beispiel bei meinem Kirschguglhupf ein Lied singen. Beim ersten Versuch blieb leider der obere Teil des Kuchens in der Form hängen.

Leider wird uns Bloggern seit der europäischen Datenschutzverordnung viele Steine in den Weg gelegt. Selbst mit einem werbefreien Blog wie meinem, muss man sich an viele Vorgaben halten. Und wenn man etwas nicht beachtet, kann man anwaltlich abgemahnt werden.

Es gab einige Blogger, die ihre Blogs stillgelegt haben, da sie sich nicht in der Lage sahen, all diesen Bestimmungen zu entsprechen. Manchmal ist das dann leider auch eine monetäre Frage, da diese Absicherungen einfach Geld kosten.

Mein Wunsch an unsere Politiker wäre (sollte hier zufällig einer mitlesen), das Bloggen wieder rechtlich einfacher zu machen und so diese Kultur wertzuschätzen. Es ist auch im internationalen Vergleich einfach ungerecht. Ein Blogger, der seinen Blog in Amerika betreibt, muss nicht einmal eine Adresse angegeben, geschweige denn ein Impressum erstellen.

Ich wollte euch eigentlich noch einen Ausblick in die Zukunft aufzeigen, aber wahrscheinlich haben einige von euch, bereits das Handtuch geworfen (oder eher geschnappt) und sind auf dem Weg in den Biergarten oder ins Freibad. Kann ich natürlich verstehen. Vielleicht nur noch kurz: Ich habe für den Herbst und Winter viele Ideen rund um meinen Blog. Der Winter ist ja die perfekte Zeit für Teige, die man kalt verarbeiten muss wie z. B. Blätter- oder Briocheteig. Ich möchte aber auch ein bisschen in das Thema Konfekt eintauchen, da ich mir vor kurzem einen Marmorstein gekauft habe. Konkrete Ideen habe ich dazu allerdings noch nicht. Lassen wir uns also gemeinsam überraschen… 😉

Das Thema Beleuchtung im Winter (wenn ich nicht auf dem Balkon fotografieren kann) steht auf der Agenda, ein richtiges Logo hat mein Blog auch noch nicht und außerdem möchte ich an meinem Design arbeiten. Vor allem die Lesbarkeit meines Blogs ist mir wichtig und da ist leider noch viel zu tun.

Nun aber endlich zum Feiern und zum Tequila Cocktail. Ich habe mal in jungen Jahren dem Konsum von Tequila abgeschworen, nachdem ich ein paar schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Okay, das hatte bestimmt eher mit der Menge und Qualität zu tun, aber irgendwie war das dann ein Teufelszeug für mich und damit für viele Jahre erledigt.

Letztes Jahr war ich dann in Berlin mit meinem Mann bei einem Mexikaner essen und habe mich an eine Margarita getraut und war sehr angetan von diesem Tequila Cocktail.

Vielleicht als kleiner Tipp, damit ihr eure Freude mit diesem Drink haben werdet. Einfach in Maßen genießen und achtet darauf, einen guten Tequila zu besorgen. Er sollte aus 100 % Agaven bestehen, bei den anderen wird z. B. Mais mit reingepanscht und das geht dann immer zulasten der Qualität und erzeugt Kopfschmerzen am nächsten Tag. Alternativ kann man übrigens für diesen Drink auch Gin oder Wodka benutzen. 

Ich finde diese Mischung – vor allem mit dem Vanille-Salzrand – auf jeden Fall sehr spannend und es versetzt einen direkt in die Südstaaten der USA oder nach Südamerika.

Habt weiterhin einen schönen Sommer und „Cheers“ oder „Salud“ auf ein weiteres Blog-Jahr!

Tequila Cocktail mit Wassermelone und Salzrand

  1. Zutaten vorbereiten